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Technik Rund um die Aquarientechnik und Bastelixe

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  #1
Alt 14.05.2010, 13:19
Anaconda
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Anaconda befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Endlich! Terrariumbau- und Planung

Hallo!

Nach einer langen Überlegungsphase wie denn das Terrarium für meine beiden karierten Strumpfbandnattern aussehen sollten steht es fest;
Voriges Wochenende habe ich endlich die OSB Platten abgeholt für das Terrarium mit den Maßen: 1,60m breit, 65cm tief, und 1,036cm höhe!
Nun geht es in die weiteren Planungsphasenwo baue ich am optimalsten die Lüftung ein und wie versiegel ich das Holz, bzw. mit welchen Materialien kann ich am sorglosesten die Rückwand bauen.
Dazu wollte ich euch um euren Rat fragen.

da ich das Terrarium vorraussichtlich wieder in einem halben Jahr bis Jahr übersiedeln muss, ziehe ich es vor die Platten im vorhinein zu versiegeln bzw. zu Lackieren. Mein Vater, der pensionierter Tischler ist, meint daß ich am besten mit Bootslack bedient bin, und dass Epoxiedharz zu dick wird, um es auf die zugeschnittenen Platten vor dem zusammenschrauben aufzutragen.
Weitere bedenken einiger Bekannte sind die Schadstoffe.

In dem Terrarium kommt ein "Kleines Badebecken" hinein mit 1,15 m länge in dem auch Fische leben sollen. Eventuell wird auch noch ne innenwandverkleidung aus Styropor und PU-Schaum, die lackiert und gegebenfalls mit Epoxydhartz versiegelt wird, in die eventuell ein kleiner Wasserfall/bach eingearbeitet wird. Was meint ihr könnte ich da für Materialien verwenden- ohne dass sie Schadstoffe abgeben. Ich hab da eben so ein Hefterl bekommen, in dem das alles so schön beschrieben wird für Terrarien, nur wenn wildguppies und Garnelen drinn leben sollen, und auch für meine Wasserliebende Schlange sind die Inhalsdtoffe etwas bedenklich. Zudem will ich den Schlangen auch an Land nichts gesundheitsgefährdendes zumuten.

wegen der Holzversiegelung: es wird ein halbfeuchtes Terrarium- das heisst durchschnittliche Luftfeuchtigkeit 50-75% jedoch auch ab und zu nach dem "Regenfall" bis 80 oder 90%- eher 80. Mein Vater meint eben dass Bootslack ausreicht. Ich Überlege, wenn die Harzschicht nicht zu dick wir eventuell nur den Boden mit Harz wegen dem Blumengießen und den Rest mit Lack- wobei eben eventuell an die 3 Seitenwände (bis auf die stelle an der das Badebecken steht) eine Seperarte Styropor-strukturwand kommt, die getrennt voneinander montiert werden sollte.

Nächstes Thema wäre dann noch die Beleuchtung- denke daran LED Spot´s zu verwenden- weiß jemand wie die auf Pflanzen wirken- bzw. da ich es innen montieren muss wie sie im Feuchtraum zu handeln sind?

Über eure Vorschläge und Meinungen würde ich mich sehr freuen!
Danke!

LG Roswitha
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1,5m Asia, 80cm Brackwasser, 60cm Grundelbecken, 40cm Nelenbecken und 40x40 CPO Becken im Terrarium
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  #2
Alt 16.05.2010, 10:08
Mietzenmama
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Standard AW: Endlich! Terrariumbau- und Planung

Servus Roswitha!

Na bumm, da hast du ja was vor!

Punkto Bootslack: Versiegelung der Platten perfekt, vor dem Zusammenbau'n im Freien lackieren!
Das sollte zumindest die Platten davor schützen, aufzuquellen. Gute Idee!

Die Innenseiten der Platten, wenn sie zusammengeschraubt sind, würde ich die Kanten auf jeden Fall nochmal abdichten, zB mit Aquariensilikon oder Epoxid.

Drüber dann die Eirichtung, wie es dir beliebt und darüber wieder Epoxid. Das läßt sich einfach besser verarbeiten, als Bootslack (finde ich halt). Abgesehen vom Gestank und, daß er "Tränen" bildet, weil er so zäh ist.

Wasserteil etc. sollte dann kein Problem sein, das läßt sich ja ins Styropor einarbeiten. Du kannst allerdings auch von vornherein einfach ein Glasbecken einbauen, das wäre dann 100% dicht, das kann man ja außen auch "verhübschen". Damit man die Glaskanten nicht sieht, kann man auch Styropor oder evt Kork drübertun.

LEDs sind durchaus zu empfehlen, allerdings gibts dann keinerlei Wämestrahlung. Evt muß man da zusätzlich heizen (weiß leider die Haltungsbedingungen nicht). Die Pflanzen wachsen auch prime mit LEDs, wenns genug sind. Du wirst für das große Becken sicher mind. 4 Streifen brauchen, dafür hast du kaum Stromverbrauch.

lg Ulli
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  #3
Alt 16.05.2010, 11:49
Anaconda
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Standard AW: Endlich! Terrariumbau- und Planung

Hi!

Danke, für deine guten Ratschläge! Wenn ich mir weder bei epoxid noch bei Bootslack Sorgen um die abgabe chemischer Stoffe machen muss und auch PU Schaum bzw. Abtönfarbe unterhalb der versiegelung kein Problem darstellt spricht ja nichts dagegen in die Rückwand Pflanzentöpfe einzuarbeiten und einen Wasserfall bzw. einen Bach der ins Wasserbecken führt. Dass ich das ganze alles vorher gut trocknen und ausdampfen lassen muss ist klar. Das Becken an sich ist aus Glas- das hab ich schon eingeplant- eben nur von dem Wasserfall, der in das Wasserbecken führt könnten die verwendeten Materialien schädliche Stoffe ins Wasser abgeben. Und Garnelen sind ja empfindlicher was das angeht.
Hoffe dass das alles so funktioniert wie im Kopf ausgemalt.
Silikon auf die innenkanten ist eine Gute Idee- das kann ich wenn ich das Terrarium zum Transport zusammenbauen muss leicht wieder aufschneiden.
Beheizt wird das ganze sowieso per Bodenheizkabel, sofern die Raumtemperatur zu tief sinkt- eventuell plane ich vielleicht eine wärmere Stelle ein, falls sie das Bedürfnis nach mehr Sonne haben.. Wieweit die Bodenheizung alleine aufheizt muss ich noch ausprobieren.
Mein Freund meinte es reichen drei LED Spot´s, nachdem er mit vier Stück sein Wohnzimmer komplett ausgeleuchtet hat, die grob geschätzt einen 180°C Auststrahlungswinkel haben. Du meinst LED Röhren oder?

Denke bei den Glasschiebetüren werden drei Stück mit ca.70h cm und 55cm breite im 4 mm Glas reichen.

Danke,lg Roswitha
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  #4
Alt 16.05.2010, 14:03
Mietzenmama
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Servus!

Nimm mind. 5mm Glas, 4mm ist schon seeeehr dünn und Schlangen sind halt schon kräftiger als Frösche .

Nein, ich meinte LEDs alleine, also keine Röhren.
Wir bestellen unsere (und die von Kurt) über Honkong, aber auch beim Elektronikbastler im 21. auf der Brünnerstraße (ggüber vom C&A am Eck) gibts günstige.

lg Ulli
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  #5
Alt 16.05.2010, 23:27
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Standard AW: Endlich! Terrariumbau- und Planung

Hai.
Sorry das ich mich kurz einschalte.
Sicherheitstechnisch hat die Ulli recht mit 5mm.
Bei 70x50cm habe ich aber sogar bei meinen Königspython 4mm Glas und bei Strumpfbandnatter solltest du eigentlich nur Angst vor deinen Händen haben. Die "Würschterl" (sorry ) drücken dir kein 4mm Glas.
Ob 4 od. 5mm ist halt ein Preisunterschied und man muss verschiedene Glasprofile verwenden.
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Lg. Kurt
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  #6
Alt 19.05.2010, 21:46
Anaconda
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Standard AW: Endlich! Terrariumbau- und Planung

Hi!

Danke! Wo auf der Brünnerstraße? Also die Balken müsst ich mir mal anschauen. Mein Freund hat mir eben die LED Spot´s vorgeschlagen- werd ich mal vergleichen. Hab auch überlegt mich im Internet durchzuschauen was es wo zum bestellen gibt. Nur leider komm ich momentan nicht oft ins Netz. Also werd ich mir das vielleicht doch vorerst in Natura ansehen.
Wegen dem Glas: meine momentanen Glasschiebetüren sind ca. 60cm hoch und bisserl über 50cm breit hab das Glas gemessen- wäre auch etwa 4mm- macht mir in dem Maß eigentlich schon einen recht stabilen Eindruck. Allerdings sind die künftigen natürlich etwas höher. Sicherer ist sicher das 5mm glas- nur irgendwann kann auch jedes Glas brechen- ob da 1mm so große Rolle spielt dass 4mm dagegen "unsicher" ist? Wegen der Kraft brauch ich mir aber sicher keine Sorgen machen- da glaub ich bringen Ullis größere Froscherl bei einem Sprung an die Scheibe sicher mehr kraft drauf
Würschterl? Ich bevorzuge den Ausdruck "Würmchen" wenn es schon eine verkleinerung meiner "Riesenschlangen"gibt- bei würschterl denk ich ja ans essen.
Nun- muss eh mal schauen wo ich am besten passende Schiebeleisten bekomme- wusste garnicht dass es von der Profilstärke auch soviel Unterschiede bei den Schiebeleisten gibt- dachte nur in der Höhe... letztens hab ich´s in der Fichter gekauft- allerdings gibts dort nur eine höhe, und um die Türen evt mal zum putzen oder so rauszubekommen sollte die obere Leiste höher sein. Werd mich am Freitag mal schlau machen

LG Roswitha
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  #7
Alt 20.05.2010, 00:07
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Zum Glas rausnehmen brauchst du unbedingt oben höhere Leisten.
Die Leisten haben meistens oben 9mm und unten 4mm !!Innenmaß!!
Für Leisten mit einer Höhe brauchst du "Einlagen" für die untere Leiste. Wird heut zu Tage aber eigentlich nicht mehr verkauft. Frag also nochmal nach ob die wirklich nur eine Höhe haben die er verkauft!?
Und Leisten gibt es normalerweise für bis zu 4mm und für bis zu 6mm Glas.

Sagt eine Natter zur anderen:
Gehn wir heute in den Zoo echte Schlangen schau´n?
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Lg. Kurt
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  #8
Alt 20.05.2010, 07:42
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Servus!

Direkt auf der Brünnerstraße ggenüber vom Einkaufsspitz. (also C&A und was es da sonst noch gibt). Schräg gegenüber am Eck gibts den Elektrotandler.

Theoretisch könntest du eh welche von uns auch haben, aber wir haben erst bestellt, das würde dann also noch dauern...

lg Ulli
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  #9
Alt 24.05.2010, 13:01
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Hi!

Also Freitag hab ich´s noch nicht geschafft nachdem ich wieder mit einer meiner Rennmäuse den halben Tag beim Tierarzt verbracht hab. ´Hab nur beim Hornbach geschaut und die haben ja nichtmal irgendwas, nur deko LED´s, aber danke gut zu wissen vielleicht schaff ich´s ja den Freitag, wenn´s dem Rennmäuschen besser geht, wäre mit der S-Bahn ja schnell dort. Wie oft bestellt ihr denn? Muss mal schauen wie lange das dauert. wenn´s jedesmal Regnet wenn ich frei hab, dauert´s mit dem Lackieren noch ein bisschen, und komplett aufstellen kann ich´s erst wenn meine Schwester komplett ausgezogen ist...
Werd mal in der Fichtner fragen ob sie dort verschiedene Leisten haben, allerdings würde es mir logisch erscheinen wenn sie dort gleich wären, da sie in der Aquaristik als Abdeckungen dienen und es da kein oben und unten gibt. Danke, jetzt weiß ich ja immerhin wie die Differenz sein muss zwischen den beiden Leisten, dann kann ich mich ja auch schon leichter durchrufen.

lg Roswitha
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  #10
Alt 11.07.2010, 12:08
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Hi!

Nun eine Anleitung unserer Arbeitsgänge (Beim Bau unterstützt mich mein Vater tatkräftig):

Angefangen habe ich mit der Größenüberlegung. da in das Terrarium ein relativ großes "Badebecken" reinkommt mit 1,15m Länge und 35cm Breite musste der Rest vom Terrarium von den m2 noch mindestens den Anforderungen für meine Strümplis entsprechen. Da ich allerdings auch nicht vorhabe die nächsten 5- 10 Jahre oder so noch in meinem momentanen Quartier zu leben durfte es auch nicht zu überdimensional gewählt werden, es soll von der Länge wie von der tiefe noch relativ "leicht" möglich sein einen Standort in z.B. einer nicht allzu großen Wohnung zu finden. Die meisten Wohnzimmermöbel sind nicht viel tiefer als 60 cm. da ich aber aufgrund der benötigten Länge von 1,6m eine Holzstärke von 18mm benötige wollte ich es lieber 65cm tief, dass meinen Nattern auch genug von der Länge neben dem Wasserbecken bleibt.

Für dass Terrarium mit 1,6m länge, 65cm tiefe und innen 1 m höhe (wegen der Pflanzen) habe ich also beim Baumarkt OSB-Zuschnittplatten mit 18mm stärke bestellt.
für Boden und Dach 2 Platten mit dem Maß je 160cm x 65cm
2 Seitenwände mit je 65 x 100cm
1 Rückwand mit 156,4 x 100cm
und 2 Blenden für vorne mit je 156,4 x 15cm.

Die Platten wurden dort mit optimalen Maschinen millimetergenau zugeschnitten wie es mein Vater der selbst Tischler ist nicht zuschneiden hätte können. Der höhere Preis auf die Quadratmeter gerechnet macht sich so bei diesem Maß durch den nicht vorhandene verschnitt und die genauere Verarbeitung auch wieder bezahlt.

Als erstes , als wir dann die Zeit hatten mit dem Aufbau zu beginnen berechneten wir den Standort, die Anzahl und die Art der Schrauben und Dübeln. Da das Terra früher oder später wieder zerlegt werden muss eben die Dübel, dass es genug Halt und Stabilität hat. In dem Fall der 18mm Holzstärke bevorzugte mein Vater Flachdübel.
Als erstes alles Anzeichnen, dann die Löcher an der Platte, in die der Schraubenkopf reinkommt bohren. Erst danach wurden die Löcher für die Flachdübel hineingemacht. Danach haben wir die Dübel immer an 1 Seite hineingeleimt.

Erst danach markierten wir die Löcher für die Lüftungen. Den Standort der Lüftung wollte ich zwar zuerst seitlich, nachdem es aber sein kann dass ich das Terrarium mal zwischen zwei Möblestücke Stellen muss, bevorzugte ich es dann doch lieber vorne, in der Unteren Blende und oben hinten am Deckel.
Für die Obere Lüftung nehme ich nun ein 1 m langes und 11 cm breites Lochblech, das Loch hierfür wurde im Abstand 7 cm von der hinteren Kante mittig platziert und ist 3cm schmäler dass wir genügend Platz für die Befestigung haben und noch genügend Stabilität da ist.
Für vorne nahmen wir, wegen der optik 2 Türbelüftungen, die wir mit Fliegengitter noch "Natternsicher" machen. Die Maße hab ich grade nicht im Kopf- glaub so ca. je 60 cm lang uns 8 cm breit, wir haben sie gleichmäßig aufgeteilt.
Für die Lüftungsauschnitte bohrte mein Vater an jedem Eck mit der Bohrmaschine ein Loch um mit der Stichsäge hineinzukommen.
Danach wurde für die Tütlüftungen (die zum Hineistecken sind) alles nochmal nachgefeilt. Damit keine Verletzungsgefahr besteht hab ich natürlich alles nochmal mit Glaspapier geschliffen.

Danach haben wir die Platten mit Bootslack und Walze auf der innenseite alle seperat lackiert- die Kanten der Ausschnitte hab ich natürlich fein säuberlich mit dem Pinsel gemacht.

Momentan trocknen die Platten noch- und weitere Schritte folgen....

lg Anaconda
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